Der Hochzeitswalzer = der letzte Tanz!?

Untertitel


Der Hochzeitswalzer = der letzte Tanz!?

eingebracht von georg strässle, st.gallen

 

Wie vielen Paaren ich schon geholfen habe, an besagtem Abend einigermassen und ohne Panik einen schönen Hochzeitswalzer aufs Parkett zu bringen, weiss ich nicht mehr. Es sind Unzählige. Was durchaus bei allen Hochzeitern ein wichtiger Punkt ist, die Angst vor dieser Showtime zu nehmen. (vor allem den Männern).

Es ist für die meisten ein ungutes Gefühl, vor allen anwesenden Gästen und den eigenen Familienangehörigen tanzen zu müssen. Viele hören den Spot bereits zum voraus. Dass der Hochzeitstanz dann aber zu erstaunten Blicken führen kann und zu einer paffen Hochzeitsgesellschaft, haben mir viele Verheiratete danach mit einem stolzen Lächeln erzählt. In der Tat ist es so, dass mit relativ wenig tänzerischem Aufwand an Hochzeitsabenden grosse Bewunderung ausgelöst werden kann. Dies ist aber auch ein Grund, dass Hochzeiten für Tanzschulen ein willkommenes Nebengeschäft sind. Es gehört nämlich einfach zur Hochzeitsvorbereitung, dass auch der Hochzeitstanz auch beim grössten Tanzmuffel noch zur Sprache kommt. Dann werden Privatstunden gebucht und zuhause fleissig geübt. Leider ist es so, dass es bei vielen angehenden Paaren, eher der gesellschaftliche Druck ist, einige Tanzschritte zu lernen „man hat einfach einen Brauttanz zu machen“ als die Freude am Tanzen. Leider ist es dann so, dass nach dem Hochzeitstanz die Versprechungen für weiteres Tanzenlernen nie eingelöst werden. Nachdem sie  unterschrieben hat, ist dies für viele frischvermählten Frauen der „letzte Walzer“ gewesen. Wenn ich die Adressen meiner vielen jungen Hobby-Paare durchkämme, finde ich eine grosse Anzahl, die sich nach zum Teil jahrelang besuchten Tanzabenden nach der Hochzeit schlagartig  vom Tanz verabschiedet haben. Sicherlich gibt es plausible Gründe, dass man sich nach der Hochzeit anders ausrichtet. Familienplanung, Hausbau, berufliche Herausvorderungen sind sicher Gründe, die Freizeit anders einzuteilen, als vor der Hochzeit. Aber es lässt klar ausschliessen, dass mann sich vor der Hochzeit doch noch mehr um die Partnerin bemüht und man Ihre Wünsche eher erfüllt hat. Der frühere Begriff „Ihr den Hof machen“ habe ich bei einigen Paaren miterlebt. Nachträglich entdeckt man doch, dass da eine gewisse Heuchelei mit im Spiel war. Wieviele sagen doch im Kreise von Kollegen,dass sie nur ins Tanzen gehen, damit sie zuhause Ruhe gibt. Mit dem Hochzeitswalzer sind doch schon etliche Frauen wie ein Vogel in den Käfig geflogen. Die erfreulichere Nachwirkung von Hochzeits-Stunden sind da schon die Neueinsteiger. Es gibt es schon auch noch, dass mit dem “gezwungenem“ Besuch der Tanzstunden bei einigen Männern auch Neuland und Freude am Tanzen entdeckt wurden. Denn weiblichen Tanzfüdlis müsste ich hier den Rat geben, dass sie sich weiterhin Tanzen nach der Hochzeit als Ehepflicht unterschreiben lassen sollten. Aber viele Damen finden sich einfach damit ab, dass der Mann nicht mehr tanzen geht. Wahrscheinlich ist es auch besser nicht mehr als nur widerwillig.

Ich sende meinen Hochzeitspaaren jeweils auf den Hochzeitstag einen schönen Glückwunsch-Brief, der auch noch einen Gutschein enthält. Davon werden ungefähr ein Viertel eingelöst!?!?

Wer hat’s herausgefunden, dass nach dem Brautwalzer nicht einfach tänzerisch Schluss ist??

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